Kartoffelmarkt: Inlandsabsatz zufriedenstellend - Exportmarkt schwierig

Erzeugerpreise verharren stabil auf dem Vorwochenniveau.

Wien, 23. Jänner 2018 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt präsentiert sich seit Wochen unverändert. Der Inlandsabsatz läuft stetig auf einem durchaus zufriedenstellenden Niveau. Auch die Abgabebereitschaft der Landwirte ist weiterhin gegeben, wenngleich man mit der Vermarktung der nicht vertragsgebundenen Ware schon weit fortgeschritten ist. Im Gegensatz zur stetigen Absatzsituation im Inland bleibt der Export angesichts eines reichlich versorgten europäischen Marktes schwierig. Anfragen aus Südost- und Osteuropa gibt es zwar immer wieder, tatsächliche Abschlüsse sind aber nur auf unverändert niedrigem Preisniveau und in überschaubaren Mengen möglich, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Die Erzeugerpreise verharren stabil auf dem Niveau der Vorwochen. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro/100 kg zu erzielen. Bei der für den Export bestimmten Ware ohne AMA-Gütesiegel liegen die Erzeugerpreise regional auch deutlich tiefer.

Die Einschätzungen der weiteren Entwicklung am deutschen Speisekartoffelmarkt gehen derzeit weit auseinander. Sie reichen in den Zuschussgebieten von der Forderung nach einem kräftigen Lageraufschlag für Kühlhausware bis hin zu einem nachlassenden Angebots- und Preisdruck in den Überschussgebieten in Norddeutschland. Auswirkungen auf die Speisekartoffelpreise hat das alles aber kaum. Dafür sind die Märkte zu eng miteinander verbunden. Als Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 10,50 bis 11,20 Euro/100 kg genannt.