Das starke Roggen-Trio für den Herbstanbau

Vor dem Anbau von Hybridroggen und Populationsroggen sollten Sie einen Blick auf diese 3 Sorten werfen. Dieses Trio empfehlen unsere Saatgut-Fachleute - auch in Hinblick auf die Mutterkorn-Problematik.

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© RWA
Diese 3 Namen sollten Sie kennen, wenn Sie heuer Hybridroggen und Polulationsroggen anbauen werden: KWS Binntto, KWS Bono und Elias.

KWS Binntto: Der Ages-Ertragssieger

Hybridroggen ist deutlich ertragsstärker und kürzer im Wuchs als Populationssorten. Die neue Sorte KWS Binntto zählt sowohl in den Trockengebieten als auch auf den feuchteren Standorten im Mühl- und Waldviertel zu den ertagreichsten Hybridroggen (siehe Grafik). KWS Binntto ist zusätzlich sehr standfest.

KWS Bono: Hohe Erträge, wenig Wasser

KWS Bono ist ein sehr ertragreicher Hybridroggen mit sehr guter Trockenheitstoleranz. Dieser Hybrid hat sich im Trockengebiet sehr gut bewährt.

Das Mutterkorn-Risiko minimieren

KWS Binntto und KWS Bono besitzen eine sehr gute Toleranz gegenüber Mutterkorn. Mutterkorn ist ein Erreger, der unbefruchtete Roggenährchen in der Blüte infiziert. Die anstatt der gesunden Körner ausgebildeten Mutterkörner enthalten Alkaloide, die für Mensch und Tier hochgiftig sind. Kontaminierte Ernteware ist sowohl als Mahlroggen als auch als Futterroggen – in der hofeigenen Verwertung fehlen meist Reinigungsmöglichkeiten – unbedingt zu vermeiden. Besonders gefährdet sind feuchte und kalte Standorte sowie Bestände, die ungleichmäßig abblühen und damit zu schlechter Befruchtung neigen. Der Anbau von mutterkornanfälligen Hybriden ist auf solchen Standorten nicht ratsam.

Elias: Auf Linie mit Qualität und Ertrag

Unter den Populationssorten weist der neue Edelhofer Roggen Elias die beste Mutterkorntoleranz auf. Die sehr gute Fallzahlstabilität, gute Gesundheit und frühe Reife sind weitere Stärken dieser Sorte. Elias eignet sich besonders für den Anbau im Waldviertel, auf extensiven Standorten und natürlich als Bioroggen. Z-Saatgut steht in begrenztem Ausmaß zur Verfügung.

AGES Ertragsgrafik

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© AGES
KWS BINNTTO. Diese Sorte bringt in allen Regionen ausgezeichnete Erträge. In feuchten Lagen sichert die sehr gute Standfestigkeit den Ertrag zusätzlich.

Woher kommt der Name Mutterkorn?

Das giftige Mutterkorn wurde früher für Schwangerschaftsabbrüche, aber auch zum Anregen der Wehen verabreicht.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Haben Sie weitere Fragen zu Roggen? Dann wenden Sie sich an Ihren Fachberater im nächsten Lagerhaus oder an Die Saat.

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